Mein Beitrag zur Oboe

 

Immerhin schreiben wir dem Jahr 2017 zu, das Jahr der Oboe zu sein. Was liegt also näher, als in der Januar-Sendung besagten Jahres diesem Musikinstrument einen Beitrag zu widmen? Gesagt – getan…

Panzer aus Marzipan

Panzer aus Marzipan

Panzer aus Marzipan – das ist einer der Vorschläge, die der Musiker Herbert Grönemeyer in seinem 1986 erschienenem Lied „Kinder an die Macht“ zum Besten gab.

Immer wieder grübele ich dieser Tage über den Text nach. Nicht wegen des Marzipans, sondern wegen Aleppo und anderen Grausamkeiten. Ich versuche mir vorzustellen, wie es wäre – tatsächlich wäre – wenn Kinder zu bestimmen hätten, was und wie etwas auf dieser Welt „laufen soll“. Ich wäre sogar dankbar, wenn Kinder das übernähmen. Dann bräuchte ich ihnen als Erwachsener nicht mehr das zu erklären, was ich selbst nicht kapiere: Wieso fliegen unsere Urlauber im beheizten Großraumflugzeug an einen türkischen oder ägyptischen Pool, während es für Flüchtende in entgegengesetzte Richtung oft nur die lebensgefährliche Alternative Schlauchboot zu geben scheint?

Wieso wird mancherorts weiter geschossen, obwohl eine sogenannte Waffenruhe verhängt wurde? Für Kinder wäre es ein klarer Fall von „Spielstopp“ oder „Klippo“! Sicher gibt es auch unter Kindern Grobiane und Zimtzicken, aber wer die Absprachen sprengt, spielt nicht mehr mit. So einfach ist das!

Herbert Grönemeyer fasst es im besagten Lied so zusammen: „Gebt den Kindern das Kommando, sie berechnen nicht, was sie tun!“

Manchmal denke ich, dass er Recht hat!

Wie können Erwachsene neben all ihren „Berechnungen“ dafür Sorge tragen, dass auf dem Weg zum Großwerden die unbeirrbare und kindliche Klarheit nicht verloren geht?

Sollten nicht wir, die auf unserem Flecken der Erde mit so vielen Dingen beschenkt sind, sensibel darauf achten, dass sich das scheinbar alles regierende Geld nicht wie eine zähe und lähmende Masse über die Mitmenschlichkeit legt?

Sie, die Mitmenschlichkeit, ist meines Erachtens lebensverschönernd und deshalb steht auf meinem Wunschzettel – nicht nur für die kommenden Tage – ein friedvolles Miteinander und meinetwegen auch – ich zitiere Herbert Grönemeyer: Armeen aus Gummibärchen, Erdbeereis auf Lebenszeit und natürlich Panzer aus Marzipan!

 

Im Gespräch mit Sibylle von der Lübecker Aids-Hilfe

 

Im Dezember 2016 hatte ich Sibylle von der Lübecker Aids-Hilfe im Studio zur XXradio-Sendung zu Gast. Wir unterhielten uns über den 30. Geburtstag der LAH und Sibylle war „bewaffnet“ mit Neuigkeiten und dem aktuellen Stand rund ums Thema HIV und Aids…

Rafik Schami und die 10 Ratschläge für Flüchtlinge

 

Rafik Schami verfasste im März 2016 einen 10-Punkte-Katalog mit Ratschlägen für Flüchtlinge. Die Aktualität und nicht zuletzt die warmherzige Art und Weise des Rafik Schami ließen mich diesen Beitrag erstellen, der im Oktober 2016 bei XXradio gesendet wurde…

Vom Landleben „die Nase voll“

Vom Landleben „die Nase voll“

Da war er wieder. Viele Wochen kam ich in den Genuss des für mich schönsten Duftes, den es auf dieser Welt gibt. Zugegeben, ich kenne nicht die ganze Welt, also müsste es korrekt heißen: der schönste Duft, der mir bisher an meine bis zu 30 Millionen Nervenzellen meines Riechorgans gekommen ist.

Die Rede ist nicht vom Inhalt eines der wohlgeformten Glas-Flakons aus Parfümerien und Drogerien, deren Aufschrift nicht selten Sinnlichkeit verbreiten soll. Ich meine auch nicht das Aroma, welches ein liebevoll zubereiteter Festschmaus imstande ist zu verbreiten.

Nein – der für mich schönste Duft heißt Erntezeit. Wohlwissend um den Druck, die Sorgen und Nöte, die manch Landwirtsfamilien in dieser Phase durchleben, weil sie den zeitweise launenhaften Wetterkapriolen machtlos ausgesetzt sind. Trotzdem verbinde ich mit dieser Zeit in erster Linie Wohlgerüche, die uns frisch gemähtes Gras bis hin zu getrocknetem Heu, gedroschenes Getreide, gepflügte Ackerkrumen und ein warmer Sommerregen bescheren. Man könnte auch sagen: Ich habe im wahrsten Sinne die Nase voll vom Landleben – zum Glück! Und immer, wenn sich einer dieser Düfte erschnüffeln lässt, sind im Nu lebendige Erinnerungen aus meiner Kindheit präsent.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Geruchssinn der unmittelbarste unserer menschlichen Sinne ist. All das, was wir sehen, hören oder anfassen muss erst einen Boxenstopp in der Großhirnrinde einlegen, um dort verarbeitet zu werden. Aber ein Duft – leider auch ein unangenehmer – wirkt direkt auf das limbische System im Gehirn, wo Emotionen und Erinnerungen entstehen.

Und genau das beobachte ich jedes Jahr aufs Neue bei mir. Unweigerlich spulen sich beim Erschnuppern besagter Naturgerüche Kurzfilme ab von wackeligen Fahrten auf Traktoren, von mit Getreide beladenen Anhängern, von der Anstrengung, wenn ein Kinderfuß die schwere Kupplung eines Traktors durchtreten will, von Käsestullen, die auf Strohklappen genossen werden, von Möwen, die in frisch gewendeten feuchten Erdkrumen nach Regenwürmern suchen, von mit Staub umgebenen Mähdreschern und von unermüdlicher Geschäftigkeit der Bauern und ihren Helferinnen und Helfern.

Kein Duft der mir bisher bekannten Welt kommt gegen diese natürlichen Wohlgerüche des Landlebens an und ich freue mich schon „wie Bolle“ darauf, wenn ich im nächsten Jahr wieder wahrnehme: Da ist er wieder…

Bonuskartenmonolog

Auslöser für diese Kolumne sind die unzähligen Fragen, ob ich im Besitz einer Bonuskarte bin oder ob ich – falls nicht im Besitz einer solchen – eine eben erwähnte haben möchte…nerv…

 

 

Jeannette Hagen – Interview zum Buch „Die verletzte Tochter“

 

Ende 2015 erschien Jeannette Hagens Buch „Die verletzte Tochter – Wie Vaterentbehrung das Leben prägt“, welches ich mit großem Interesse las. Deswegen freute ich mich besonders, dass die Autorin mir an der „Langen Frauen-Radio-Nacht“ im Offenen Kanal im Juli 2016 als Gesprächspartnerin zur Verfügung stand und mir von sich und ihrem Buch erzählte…

Bianca Bolduan über die Schriftart Open Dyslexia

 

Bianca Bolduan kam zur „Langen Frauen-Radio-Nacht“ im Juli 2016 ins Studio, um mit mir über die Schriftart Open Dyslexia zu sprechen. Diese Schriftart erleichtert Menschen, die an Leseschwäche leiden, das Lesen. Sie selbst veröffentlicht teilweise ihre Bücher auch in dieser Schriftart und sie wünscht sich, dass sich Schulen hierzulande für diese Schriftart in Lehrheften öffnen, um es leseschwachen Kindern leichter zu machen. Ein – wie ich finde – wichtiges und interessantes Thema…

Die Hausfrauengruppe – Interview mit Annette

 

Ein mir sehr schön in Erinnerung bleibendes Interview ist das, welches ich mit Annette aus der damaligen „Hausfrauengruppe“ im Juli 2017 führen durfte. Sie war Mitwirkende eines Emanzipationsbuches der 70er Jahre. „Die Hausfrauengruppe oder wie elf Frauen sich selbst helfen“ war der Titel und was es damit auf sich hatte, habe ich sie gefragt…

Tee oder Cappuccino?

Kennen Sie das? Sie wollen eigentlich nur einen Tee kaufen und genau dieses Unterfangen bringt Sie im Supermarkt in Schwulitäten…