Die Oboenmeisterwerkstattinhaberin (langes Wort) Eva Ries (dafür kurzer Name)

 

In der Januar-Sendung von XXradio hatte ich einen kurzen Beitrag zur Oboe gesendet. (Der ist auch hier zu finden!) Passend dazu konnte sich Eva Ries, die Inhaberin der Lübecker Oboenmeisterwerkstatt, zu uns ins Studio aufmachen, um für weitere Fragen zur Verfügung zu stehen. Zum Beispiel habe ich „batz gestaunt“ darüber, wie teuer eine Oboe sein kann…

Woher kommt die Idee der Kolumne?

 

Susann fragt Inge…zur „Geburtsstunde“ der Kolumnen. Woher kommen die Themen? Was macht den Reiz aus, Kolumnen zu schreiben?

Wie kommt die Frau ins Radio?

 

Susann fragt Inge…wie es zur Gründung der Frauenredaktion im Offenen Kanal Lübeck kam. Die Erklärung des Namens „XXradio“ löst bei Susann schallendes Gelächter aus…

Drei Tipps für Alleinerziehende

 

Susann fragt Inge…zu den BIEP-FIMILIM-Büchern. Was hat es auf sich mit dem „Schlecht drauf sein“? Was hat die Vaterentbehrung der Töchter hinterlassen? Gibt es drei gute Tipps für Alleinerziehende?

Mein Beitrag zur Oboe

 

Immerhin schreiben wir dem Jahr 2017 zu, das Jahr der Oboe zu sein. Was liegt also näher, als in der Januar-Sendung besagten Jahres diesem Musikinstrument einen Beitrag zu widmen? Gesagt – getan…

Alternativlos: Zeit für gute Vorsätze

Es scheint sich jedes Jahr zu wiederholen: Für die einen sind die sogenannten „guten Vorsätze“ Blödsinn, für die anderen eine genutzte Chance, sich von Altlasten zu befreien…

 

 

Eiskalt in die Zukunft

Eiskalt in die Zukunft

Es gibt Verfahren, den menschlichen Körper nach dem Tod einzufrieren. Und es gibt Menschen, die sich diesem Verfahren mit viel Geld und mit viel Hoffnung auf ein weiteres oder gar „ewiges Leben“ anvertrauen.

Die Fachleute sprechen von der Kryokonservierung – ich spreche von nicht zu Ende gedachten Hirngespinsten. Gleichzeitig bremse ich mich etwas aus, denn vor vielen Generationen hätte wahrscheinlich auch niemand daran geglaubt, dass wir Live-Übertragungen über den ganzen Erdball senden und empfangen können. Wer weiß also schon, was irgendwann einmal möglich ist?

Das Streben nach der Todes-Überlistung geht für mein Empfinden über eine gesunde Neugier hinaus. Ich halte sie für unüberlegt, grenzwertig und egoistisch. Vergleichbar mit einer rasanten Fahrt in der Achterbahn, nach der ich einfach sitzenbleibe und keinen Platz mache für die nächsten Fahrgäste. Genauso wenig akzeptieren meiner Meinung nach die Befürworter des Einfrierens, dass das Leben hier auf der Erde ein zeitlich begrenztes Geschenk ist und nach uns andere an der Reihe sind – wie eben auch in der Achterbahn.

Dazu kommt, dass mir Vieles in Bezug auf eine eventuelle Wiederbelebung in ferner Zukunft ungeklärt scheint. Das betrifft rechtliche Aspekte ebenso wie philosophische: Habe ich Anspruch auf früheren Besitz? Wie alt bin ich überhaupt? Daraus resultierend: Steht mir Kindergeld oder Rente zu? Wo und wie finde ich Platz in der veränderten Arbeitswelt? Wer kümmert sich um meine Eingliederung? Wem fühle ich mich zugehörig oder gar emotional verbunden?

Bei den Gedanken an all das Ungeklärte „läuft es mir eiskalt den Rücken runter“. Ich glaube, wir unterschätzen die Wirkung eines vertrauten Gefüges, in das wir hineingeboren werden und welches wir – bestenfalls – erfüllt und geliebt verlassen werden.

Schlagfertig und eloquent erscheint dagegen ein Frost-Fan, der sagt, „dass er keine Angst vor dem Tod hätte, sondern neugierig auf das Leben sei“, weswegen er sich bereits vertraglich seine Einfrierung gesichert hat. Meines Erachtens ist das Argument in seinem Umkehrschluss viel erstrebenswerter: Keine Angst vor dem Leben und Neugier auf das, was kommt!

Für mich gilt: Lieber herzerwärmend in der Gegenwart als eiskalt in die Zukunft!

Alternativlos: Zeit für gute Vorsätze

Alternativlos: Zeit für gute Vorsätze

Dieser Tage ist bekanntlich die Zeit für sogenannte gute Vorsätze. Das sieht vereinzelnd so aus, dass man sich seine Laster bewusst macht, das Gegenteil aufschreibt und damit das Gefühl bekommt, man hätte soeben ausreichend dafür Sorge getragen, dass besagte Laster ab Neujahr der Vergangenheit angehören. Doch ganz so einfach scheint es nicht zu funktionieren.

Manchmal bleibt es bei der ruhmreichen Absicht, die allein noch nicht das Gute des Vorsatzes zum Vorschein bringt. Aber um es mit Angela Merkels Schlagwort zu sagen: Alternativlos. Denn kein Mensch würde sich je vornehmen, schlechte Vorsätze umsetzen zu wollen!

Vielleicht ist es dieser Umstand, der George Bernard Shaw, er war ein irischer Schriftsteller, zu dem Zitat verleiten ließ: „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.“ Sprach er damit möglicherweise die Scheinheiligkeit guter Vorsätze oder die hinterlistigen Verlockungen und Sirenengesänge bei der Umsetzung dieser an?

Also besser doch keine guten Vorsätze fassen? Denn wer will schon in die Hölle?

Obwohl – ich möchte keine Werbung für die Hölle machen, aber mir scheint, dass wegen des Fegefeuers auf dem Weg dorthin ein durchaus mildes Klima herrschen müsste. Anders als in Richtung Himmel. Wer schon einmal im Flugzeug saß, der weiß, dass es mit jedem Höhenmeter kälter wird. In acht Kilometer Höhe kann die Außentemperatur schon mal minus 50°C betragen. Also hoffe ich, dass der Himmel frühestens 100 Kilometer über der Erdoberfläche beginnt, denn ab dem Punkt soll die Temperatur wieder langsam ansteigen. Aber das nur am Rande.

Himmel und Hölle – jedem Menschen stehen beide dieser für mich imaginären Orte zur Verfügung und sie können einem auch zu Lebzeiten auf Erden begegnen.

Ob ich die „Hölle auf Erden“ oder den „Himmel auf Erden“ erlebe, entscheiden nicht andere für mich, sondern hat viel mit mir und meiner Wahrnehmung zu tun.

Anders als George Bernard Shaw behaupte ich, dass ein guter Vorsatz sehr wohl ein „Pflasterstein“ sein kann, mit welchem ich dem „Himmel auf Erden“ näher komme. Denn er, der Vorsatz, setzt gesundes, positives Denken voraus. Damit dem Vorsatz auch Taten folgen, bedarf es meiner Meinung nach zusätzlich der Kraft des Handelns, der Beharrlichkeit und der Kraft des Vertrauens. Alternativlos!

 

Panzer aus Marzipan

Panzer aus Marzipan

Panzer aus Marzipan – das ist einer der Vorschläge, die der Musiker Herbert Grönemeyer in seinem 1986 erschienenem Lied „Kinder an die Macht“ zum Besten gab.

Immer wieder grübele ich dieser Tage über den Text nach. Nicht wegen des Marzipans, sondern wegen Aleppo und anderen Grausamkeiten. Ich versuche mir vorzustellen, wie es wäre – tatsächlich wäre – wenn Kinder zu bestimmen hätten, was und wie etwas auf dieser Welt „laufen soll“. Ich wäre sogar dankbar, wenn Kinder das übernähmen. Dann bräuchte ich ihnen als Erwachsener nicht mehr das zu erklären, was ich selbst nicht kapiere: Wieso fliegen unsere Urlauber im beheizten Großraumflugzeug an einen türkischen oder ägyptischen Pool, während es für Flüchtende in entgegengesetzte Richtung oft nur die lebensgefährliche Alternative Schlauchboot zu geben scheint?

Wieso wird mancherorts weiter geschossen, obwohl eine sogenannte Waffenruhe verhängt wurde? Für Kinder wäre es ein klarer Fall von „Spielstopp“ oder „Klippo“! Sicher gibt es auch unter Kindern Grobiane und Zimtzicken, aber wer die Absprachen sprengt, spielt nicht mehr mit. So einfach ist das!

Herbert Grönemeyer fasst es im besagten Lied so zusammen: „Gebt den Kindern das Kommando, sie berechnen nicht, was sie tun!“

Manchmal denke ich, dass er Recht hat!

Wie können Erwachsene neben all ihren „Berechnungen“ dafür Sorge tragen, dass auf dem Weg zum Großwerden die unbeirrbare und kindliche Klarheit nicht verloren geht?

Sollten nicht wir, die auf unserem Flecken der Erde mit so vielen Dingen beschenkt sind, sensibel darauf achten, dass sich das scheinbar alles regierende Geld nicht wie eine zähe und lähmende Masse über die Mitmenschlichkeit legt?

Sie, die Mitmenschlichkeit, ist meines Erachtens lebensverschönernd und deshalb steht auf meinem Wunschzettel – nicht nur für die kommenden Tage – ein friedvolles Miteinander und meinetwegen auch – ich zitiere Herbert Grönemeyer: Armeen aus Gummibärchen, Erdbeereis auf Lebenszeit und natürlich Panzer aus Marzipan!

 

Im Gespräch mit Sibylle von der Lübecker Aids-Hilfe

 

Im Dezember 2016 hatte ich Sibylle von der Lübecker Aids-Hilfe im Studio zur XXradio-Sendung zu Gast. Wir unterhielten uns über den 30. Geburtstag der LAH und Sibylle war „bewaffnet“ mit Neuigkeiten und dem aktuellen Stand rund ums Thema HIV und Aids…