Herzlich Willkommen und Moin Moin

 

Herzlich Willkommen und Moin Moin auf meiner Homepage.

Schön, dass du jetzt hier bist!

Was liegt aktuell an?

Ich habe mich an etwas Neuem rangetraut. Für den Offenen Kanal Lübeck habe ich zwei Weihnachts-Hörspiele geschrieben. Am Samstag, den 26.11. war ich beim Vertonen dabei. Das eine Hörspiel ist leider etwas zu lang, weswegen es als hörbarer Adventskalender nicht gesendet werden kann. Das andere aber ist super! Es ist für Montag, den 5.Dezember eingeplant.

Übrigens: Ab 1.12.2016 gelten andere Honorare bei Lesungen! Buchungen, die vor dem 1.12.16 eingegangen sind, werden nach den bisherigen Bedingungen abgerechnet. Zu den Honoraren äußere ich mich auf der Seite WoZiLe.

Außerdem habe ich Interviews zu meinen Büchern „im Kasten“, die ich zeitnah aufbereiten möchte, um sie meinen Leserinnen/Lesern und Zuhörerinnen/Zuhörern hier anzubieten. In den Interviews geht es um Fragen rund um die Inhalte meiner Bücher und auch zu meiner Person als Autorin und begeisterte Radiomacherin. Interviewt hat mich die Autorin Susann Sontag. Im Gegenzug habe ich sie zu ihren Büchern aus der Selbstvertrauen-Reihe befragt. Da Susann immer ein bisschen schneller ist als ich, hat sie auch schon ein Gespräch veröffentlicht. Zum Hören – klick hier!

Ich führe immer mal wieder Gespräche zu meinem geplanten „Zwillingsbuch“.  Wobei ich zugeben muss, dass sich dieses Projekt durch mein „Nach-Hause-Gehen-Buch“ hinten anstellen muss! 😉
Wenn du also ein Zwilling bist, einen Zwilling zum Freund hast, einen Zwilling als Bruder oder Schwester, oder oder oder und du dir vorstellen kannst, über deine Erfahrungen, Gedanken und Gefühle zu reden, dann kontaktiere mich gern. PS: Gemeint ist natürlich nicht das Sternzeichen Zwilling! 😉

Nun wünsche ich viel Spaß beim Stöbern und beim Lesen. Ich lade dich herzlich ein, deinen „Senf dazuzugeben“, wenn sich bei irgendwelchen Sätzen ein „spinnt die“ oder ein „recht hat sie“ in dir breit macht!

Deine Inge Schlüter

 

Meine aktuelle Kolumne

Im Wartezimmer einer Arztpraxis irgendwo in Deutschland

Allein mit zwei Männern in einem Raum. Vor über 20 Jahren hätte das eine aufregende Vorstellung für mich sein können. Aber heute? Erschwerend hinzukommt, dass ich mit diesen mir fremden Herren an einem Ort verharre, der stiller sein kann als die willkommene Stille auf einem Friedhof: Nämlich im Wartezimmer einer Arztpraxis. Ich ahne, dass diese nach Geselligkeit rufende Stille nur deshalb im Raum ist, weil kein kleines Kind oder jemand uns Bekanntes anwesend ist.

Sich fremde Menschen scheinen im Wartezimmer einer Praxis eigene Regeln aufzustellen: Man redet nicht miteinander, weicht Blickkontakten aus und setzt sich selten direkt nebeneinander. Es wird immer mindestens ein Sitzplatz freigelassen. Dieser Sicherheitsabstand kann natürlich auch gesundheitssichernde Gründe haben. Immerhin sind wir alle hier, weil es uns momentan nicht ganz so gut geht!

Mit meiner Frage nach dem Öffnen eines Fensters unterbreche ich wagemutig die Stille. Ich erfahre keinen Widerspruch – warum auch, wir reden ja nicht miteinander! Aber an den Blicken der Mitinsassen, glaube ich eine gewisse wohlwollende Zustimmung zum lebensverlängernden Sauerstoff zu erkennen.

Kurz bin ich versucht, die Frage in den Raum zu stellen, ob sich jemand der beiden mit mir unterhalten möchte. Einfach so! Ich traue mich dann aber doch nicht – obwohl ich schon gern würde. Wenige Augenblicke später nehme ich einen zweiten Anlauf. Ich stelle mir vor, dass ich nur noch heute zu leben hätte und warte ab, was passiert. Traue ich mich ob dieses Gedankens? Nein, auch in Anbetracht der Endlichkeit des Seins traue ich mich nicht zu fragen. Du bist kein Deut anders als die anderen, gehe ich mit mir ins Gericht.

In dem Moment betritt ein dritter Herr das Wartezimmer. Da sag mir doch einer, wir Frauen seien das schwache Geschlecht – schmunzele ich in mich hinein! Dieser Dritte ist mir leider auch nicht bekannt und er ist der besagten Stille derart zugewandt, dass er nicht mal „Guten Morgen“ sagt. Rüpel, denke ich und gebe ihm bereitwillig Nachhilfe: „Guten Morgen!“. Er lernt schnell und wiederholt den Gruß. Fein gemacht!

Wer weiß, vielleicht ist es sogar besser, jeder hält einfach nur seinen Mund. Erschweren wir somit möglicherweise die Verbreitung der kleinen Viren und der bis zu 100 Mal größeren Bakterien?

Zwei Herren werden aufgerufen; Der Übriggebliebene wendet sich seinem Smartphone zu – wortlos –  und ich greife zu meiner „Kladde“ – wortlos – und schreibe. Ich schreibe über einen Aufenthalt im Wartezimmer einer Arztpraxis irgendwo in Deutschland.

Chancen erkennen und nutzen!

 

Chancen erkennen und nutzen!

Die fettgedruckte Überschrift „Politiker fürchten Schmutz-Wahlkampf im Norden“ zierte am Wochenende die erste Seite meiner überteuerten Tageszeitung.

Verstärkt durch die Ereignisse in den USA, stören mich derartige Headlines enorm. Bedienen sie sich nicht genau der Methoden, die wir im Wahlkampf des Herrn Trump verurteilten?

Dem Verfasser der oben erwähnten Schlagzeile unterstelle ich zum Beispiel, dass er selbst mit keinem Politiker gesprochen hat, der sich beileibe „fürchtet“. Ich unterstelle weiterhin, dass es dem Verfasser vor allem um eine reißerische Negativaussage ging, weil er es im Laufe seines journalistischen Werdegangs nicht anders gelernt hat.

Geht es nicht auch um schlichte Parolen, überzogene Aussagen, das Heraufbeschwören von Krisen und Niedergängen oder um die Mobilisierung zu vorschnellen Schuldzuweisungen – kurz um Populismus? (Kleiner Exkurs am Rande: Populismus kommt vom lateinischen populus = das Volk!)

All das schürt meines Erachtens Verunsicherungen, Ängste und Feindseligkeiten unter den Menschen, wo eigentlich Platz für Vertrauen und Zuversicht geschaffen werden sollte.

Die besagte Überschrift hätte lauten können „Politiker im Norden sind für sauberen Wahlkampf“. Hätte sie so formuliert nicht mehr der Realität entsprochen und würde sie so durch ihre positive Aussage nicht zusätzlich Zuversicht signalisieren?

Wir wissen heute, wie wichtig eine positive Orientierung in allen Bereichen des Lebens ist. Wieso halten wir zum Beispiel mit den Presse- oder Nachrichtenmethoden an alten Rahmenbedingungen fest? Es wird sich mit „niederen Mitteln“ an Auflagenhöhe und Einschaltquote ausgerichtet, anstatt sich an gemeinsamen Werten zu orientieren.

Wir sollten Chancen erkennen, die das Wahlergebnis in den USA mit sich gebracht haben könnte. Zum Beispiel die Chance, sich unseres eigenen Umgangs mit Worten bewusster zu werden und das Wissen um die lebensbejahende Wirkung positiver Wertorientierungen konsequenter ein- und umsetzen. Worte sind nicht nur aneinandergereihte Buchstaben; sie haben Einfluss und wirken auf unser Bewusstsein. Und das Bewusstsein wiederum beeinflusst unser Handeln und unsere Taten füllen die Geschichtsbücher von morgen!

In dem Sinne: Chance erkennen – Chance nutzen!

 

Einkommen und somit Auskommen nur durch Leistung?

Einkommen und somit Auskommen nur durch Leistung?

Wie wäre es, wenn wir in einer Gesellschaft lebten, in der es keine sogenannten „sozial Schwachen“ geben würde, weil jedem ein Grundeinkommen zur Verfügung stünde? Bedingungslos!

Das Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen“ ist nicht neu, es wechselt nur ab und zu das Etikett. Der Philosoph Thomas Morus schrieb in seinem 1516 erschienenen Buch „Utopia“ bereits davon, dass eine Sicherung des Lebensunterhaltes die Diebstähle minimieren könnte. Ein CDU-Politiker nannte es Jahre später „solidarisches Bürgergeld“.

Schon lange gilt bei uns: Ohne Arbeit kein Geld und ohne Geld keine Deckung der Grundbedürfnisse – geschweige denn Teilhabe an Kultur, Bildung und anderen Dingen, die das Leben schöner machen.

Hat aber nicht genau das zur Folge, dass die Menschen, die sich nicht „leistungsstark“ in die Gesellschaft einbringen können, sehr schnell an den Rand dieser gedrängt werden? Und hat dieses Finanzierungsmodell nicht auch zur Folge, dass manch Menschen unter einem erheblichen Druck ihre teilweise ungeliebten Jobs ausüben?

Auch ich frage mich, ob nicht jeder Mensch von vornherein ein bedingungsloses Recht auf Teilhabe hat, unabhängig von dem, was er oder sie zu leisten imstande oder gar bereit ist?

Gesellschaft muss man sich doch nicht verdienen, sie ist da – für alle! Und je mehr zufriedene, gesunde Menschen, desto besser für die Gesellschaft.

Studien und Experimente zeigen, dass ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ die Menschen weder zu reichen Leuten macht noch dazu verleitet, sich auf die „faule Haut“ zu legen. Vielmehr wurde und wird beobachtet, dass ein unangenehmer Druck bei den Testpersonen entfällt, gleichzeitig Zufriedenheit und Gelassenheit ansteigen. Auch der Mut, sich beruflich dem zuzuwenden, was einen wirklich erfüllt, steigt und das „Projekt Familie“ bekommt mehr Luft zum Atmen.

Eine Herausforderung ist die Finanzierung. Aber ist und bleibt sie das nicht auch, wenn wir uns nicht anderen Finanzierungsideen öffnen?

Vom Landleben „die Nase voll“

Vom Landleben „die Nase voll“

Da war er wieder. Viele Wochen kam ich in den Genuss des für mich schönsten Duftes, den es auf dieser Welt gibt. Zugegeben, ich kenne nicht die ganze Welt, also müsste es korrekt heißen: der schönste Duft, der mir bisher an meine bis zu 30 Millionen Nervenzellen meines Riechorgans gekommen ist.

Die Rede ist nicht vom Inhalt eines der wohlgeformten Glas-Flakons aus Parfümerien und Drogerien, deren Aufschrift nicht selten Sinnlichkeit verbreiten soll. Ich meine auch nicht das Aroma, welches ein liebevoll zubereiteter Festschmaus imstande ist zu verbreiten.

Nein – der für mich schönste Duft heißt Erntezeit. Wohlwissend um den Druck, die Sorgen und Nöte, die manch Landwirtsfamilien in dieser Phase durchleben, weil sie den zeitweise launenhaften Wetterkapriolen machtlos ausgesetzt sind. Trotzdem verbinde ich mit dieser Zeit in erster Linie Wohlgerüche, die uns frisch gemähtes Gras bis hin zu getrocknetem Heu, gedroschenes Getreide, gepflügte Ackerkrumen und ein warmer Sommerregen bescheren. Man könnte auch sagen: Ich habe im wahrsten Sinne die Nase voll vom Landleben – zum Glück! Und immer, wenn sich einer dieser Düfte erschnüffeln lässt, sind im Nu lebendige Erinnerungen aus meiner Kindheit präsent.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Geruchssinn der unmittelbarste unserer menschlichen Sinne ist. All das, was wir sehen, hören oder anfassen muss erst einen Boxenstopp in der Großhirnrinde einlegen, um dort verarbeitet zu werden. Aber ein Duft – leider auch ein unangenehmer – wirkt direkt auf das limbische System im Gehirn, wo Emotionen und Erinnerungen entstehen.

Und genau das beobachte ich jedes Jahr aufs Neue bei mir. Unweigerlich spulen sich beim Erschnuppern besagter Naturgerüche Kurzfilme ab von wackeligen Fahrten auf Traktoren, von mit Getreide beladenen Anhängern, von der Anstrengung, wenn ein Kinderfuß die schwere Kupplung eines Traktors durchtreten will, von Käsestullen, die auf Strohklappen genossen werden, von Möwen, die in frisch gewendeten feuchten Erdkrumen nach Regenwürmern suchen, von mit Staub umgebenen Mähdreschern und von unermüdlicher Geschäftigkeit der Bauern und ihren Helferinnen und Helfern.

Kein Duft der mir bisher bekannten Welt kommt gegen diese natürlichen Wohlgerüche des Landlebens an und ich freue mich schon „wie Bolle“ darauf, wenn ich im nächsten Jahr wieder wahrnehme: Da ist er wieder…

Tee oder Cappuccino?

 

Kennen Sie das? Sie wollen eigentlich nur einen Tee kaufen und genau dieses Unterfangen bringt Sie im Supermarkt in Schwulitäten…

Brummers und meine Intelligenz

 

Inspirationen – ein schönes Wort. Der eine findet sie in einem betörenden Duft, ein anderer in farbenprächtigen Blüten und wieder ein anderer in der Klarheit eines Gewässers. Mich inspirierte eine nervige, kleine Schmeißfliege zu dieser Kolumne…

Schwerhörig? Vergesslich?

 

Wer sich beim Hören dieser Kolumne „wiederfindet“, der lebt mit großer Wahrscheinlichkeit mit Teenagern unter einem Dach!

Unzufrieden? Ist doch alles im „Flow“!

Unzufrieden? Ist doch alles im „Flow“!

Vorsicht! Diese Kolumne ist scharfzüngig – aber manchmal gehen die Gedanken einfach mit mir durch. Und außerdem: Übertreibungen verdeutlichen.

Laut einer Studie der UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF ist jedes siebte Kind unzufrieden. Wie kann das hierzulande angehen?

Viele Elternteile wollen daraufhin ihre Kinder persönlich befragen und – sobald sie Zeit haben – werden sie das auch tun.

Zuerst aber müssen Mutter und Vater zur Arbeit – so funktioniert diese Gesellschaft derzeit. Das suggeriert zumindest die Politik. Kind und Job – kein Problem!
Und da man als Teil der Gesellschaft nicht aus dem Rahmen fallen möchte, macht man sich auf den Weg. Außerdem muss der gewünschte Lebensstandard, der zu einer gewaltigen „La Ola“ einlädt, bezahlt werden: Das Einfamilienhaus steht im Grünen, im Carport der Familienwagen und der Zweitwagen zum Einkaufen. Die Spielwiese der Kinder gleicht einem Freizeitpark und in den Sommer- und Herbstferien geht es für zwei Wochen mit einem Stapel Bücher an einen Pool irgendwo in Antalya.

Seitdem die Mutter auch einer Vollzeitbeschäftigung nachgeht, ist genug Geld für den Rechtsbeistand beim Einklagen der zweistelligen Klausurpunktzahl vorhanden. Immerhin wollen die Eltern natürlich nur das Beste für ihr Kind – wobei manchen Eltern abhandengekommen ist, dass das Beste nicht immer etwas mit einem hohen Schulabschluss zu tun hat.

Feierabend – jetzt wäre Zeit, das Kind auf das Umfrageergebnis der UNICEF anzusprechen. Aber genau jetzt mögen sie es nicht stören, denn der Sprössling ist gerade dabei, enorme Erfolge bei „World of Warcraft“ zu erzielen. Das macht die Eltern stolz, denn das PC-Spiel ist für Kinder ab zwölf Jahren geeignet und ihr Wunderkind ist erst acht! Von wegen: Verantwortung abgegeben – nein – sie sind der Meinung, dass es sich bei PC-Spielen so harmlos wie bei Kleidungsstücken verhält: Da wächst das Kind rein!

Am Wochenende – dann werden sie das Kind fragen. Ganz bestimmt! Zumindest nachdem sie ihrem 450-Euro-Job nachgegangen sind. Der sorgt dafür, dass die vielen materiellen Notwendigkeiten, die das Kind aus Elternsicht braucht, und die gleichzeitig das schlechte Gewissen der Eltern ein wenig ausgleichen, bezahlt werden können.

Am Sonntagabend bliebe Zeit, das Kind nach seinem Befinden zu fragen. Aber ehrlich gesagt sind die Eltern nach dem Checken der E-Mails, dem Beobachten der Ebay-Auktionen und dem Online-Shopping irgendwie auch k.o. und brauchen verständlicherweise dringend mal Zeit für sich, bevor eine neue Woche mit ihren hohen Anforderungen beginnt.

Während das Kind seinem Tagebuch anvertraut, wie sehr es sich nach dem nächsten liebevollen Blickkontakt zu seinen Eltern sehnt, kommen diese zur Überzeugung, dass ihr Kind mit Sicherheit nicht zu den unzufriedenen gehört. Es hat doch alles!

…bis auf gemeinsame Zeit mit entspannten Eltern.

 

 

Der überhebliche Mensch

Der überhebliche Mensch

Nicht unüblich ist es, dass Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Philosophie- oder Religionsunterrichtes sich mit der Frage beschäftigen, wie Gott zulassen kann, dass Menschen durch zum Beispiel Naturkatastrophen zu Tode kommen. Genau der Gott, von dem doch eigentlich nur Gutes ausgehen soll. Der Gott, der sich mühevoll sechs Tage abgeplagt haben soll, um die Welt, also auch uns Menschen, zu erschaffen bevor er dann am siebten Tag nach getaner Arbeit zufrieden die Beine hoch legte. Wie kann er so ein Unglück zulassen?

Für mich wird in dieser Frage eine kaum zu überbietende Überheblichkeit des Menschen deutlich. Bilden wir uns tatsächlich ein, dass wir über allem stehen? Dass Menschen es am meisten wert sind, geschützt und behütet zu werden?

Mir persönlich gefällt der Gedanke, dass – wer oder was auch immer – der Natur in gewissen Abständen erlaubt, mal so richtig „Halligalli“ zu machen; Ihr zugesteht, sich einen feuchten Kehricht um das zu kümmern, was die Menschen von ihr erwarten; Sie ermutigt, sich in vollem Umfang auszutoben! Ohne Rücksicht, dafür mit ausgeprägtem Blick auf die eigenen Interessen – genauso, wie es der Mensch zu handhaben pflegt. Denn das – laut Duden – „höchstentwickelte Lebewesen mit der Fähigkeit ausgestattet zu logischem Denken, zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung und Erkenntnis von Gut und Böse“ zieht aus der Natur hochmütig Nutzen, aus dem stellenweise schon längst ein Ausnutzen geworden ist.

Zurück zum Schulunterricht: Vielleicht sind die besagten Katastrophen keine Strafen für Menschen, sondern vielmehr großzügige Geschenke an die Natur? Der Wind, der sich mal so richtig aufblasen darf, verabredet sich mit dem Regen, der pausenlos prasselt, zum Spielen und sie toben sich hemmungslos aus und rollen dabei mit kindlicher Naivität über bewohnte und unbewohnte Gebiete.

Die korrekte Frage scheint mir nicht: Wie kann Gott das zulassen? Sondern sie könnte lauten: Wieso sollte – wer oder was auch immer – das nicht zulassen, nachdem wir bereits mit der sogenannten Intelligenz nobel beschenkt worden sind, und unsere Bedürfnisse teilweise auf Kosten der Natur befriedigen?